Rund um die Augen

Im Laufe der Jahre lassen sich Alter und Lebensgewohnheiten gerade an unseren Augen besonders gut ablesen. Die Augenlidstraffung gehört zu den am häufigsten durchgeführten Ästhetischen Operationen bei Frauen und Männern. Im Folgenden finden Sie erste Informationen zu den verschiedenen Methoden, dem Ablauf einer Behandlung sowie zu den Kosten Augenlidstraffungen.

Obwohl die Augenlidstraffung sehr häufig durchgeführt wird, ist es unabdingbar, dass die Operation vorab mit jedem Patienten einzeln geplant und individuell abgestimmt wird. Um den für Sie persönlich am besten geeigneten Behandlungsplan umsetzen zu können, achten wir auf ein umfassendes Beratungsgespräch. Dabei klären wir mit Ihnen gemeinsam ab, welche Behandlungsmethode im Bereich Plastische Chirurgie notwendig ist, um das von Ihnen gewünschte Ziel zu erreichen.

Symptome

Manche Menschen sehen ständig erschöpft und abgespannt aus, auch wenn sie sich gar nicht so fühlen. Verschiedene Symptome führen – bedingt durch Erbanlagen oder natürliche Alterungsprozesse – zu einem müden Blick. Die gute Nachricht: Fast alle können gezielt behandelt werden – wenn sie richtig erkannt werden. Haben Sie gewusst, dass eine Augenlidstraffung zwar Schlupflid und Hundeblick korrigiert, aber keine Tränensäcke? Um Krähenfüsse abzumildern, eignen sich Neurotoxine, die ansonsten um die Augen herum nur sehr spärlich zum Einsatz kommen.

Wir helfen Ihnen gerne, Ihre Symptome richtig einzuordnen. Ihre Spezialisten stehen Ihnen gerne für ein persönliches Beratungsgespräch in Ihrer Praxis für Schönheitschirurgie zur Verfügung.

Oberlidstraffung (Oberlid-Blepharoplastik)

Bei der Oberlidkorrektur als eine der häufigsten Eingriffe in der Ästhetischen Gesichtschirurgie wird überschüssige Haut am Augenlid entfernt. Hierdurch wird mehr des eigentlichen Lides sichtbar, also der Region, auf die die Damen den Lidschatten auftragen. Bei ausgeprägten Befunden wird damit auch das vollständige Gesichtsfeld wieder hergestellt. Das Auge wirkt so wacher und grösser. Der Schnitt verläuft entlang der Lidfalte halbkreisförmig von oberhalb des inneren Lidwinkels nach seitlich und hier abhängig vom Ausmass des Überschusses bis in die seitlichen Lächelfalten. Dabei ist es beruhigend zu wissen, dass nirgends an der Körperoberfläche Narben so fein werden, wie an den Lidern, so dass die genau in der Lidfalte liegende Falte selbst bei geschlossenem Auge kaum zu erkennen ist. Je nach Befund wird auch erschlaffte Muskulatur und oder sich nach vorne abzeichnendes Fettgewebe entfernt. Eine Kombination mit Korrekturen am Lidheber bei Hängelid oder einer Unterlidstraffung sind möglich und häufig.

Der Effekt ist eine natürliche Erfrischung des Gesichtsausdruckes, ohne den Charakter des Gesichtes oder die Form der Augen zu verändern. Obwohl für jedermann direkt sichtbar, ist die erzielte Veränderung klassischerweise für das nicht-wissende Umfeld der Patienten nicht zu erkennen. Die Patient hören oft Aussagen wie: „Du siehst aber erholt aus.“, „Hast Du eine andere Brille?“ oder „Ist die Frisur neu?“, aber selten erkennen die Mitmenschen, was wirklich gemacht wurde.

Abhängig von den individuellen Voraussetzungen und Wünschen findet der Eingriff in der Regel unter örtlicher Betäubung, im Dämmerschlaf oder in Narkose statt. Die Operation dauert etwa eine Stunde.

In der Nachbehandlung sollte man mit blauen Flecken und mehr oder weniger ausgeprägten Schwellungen für mindestens eine Woche rechnen. Kleine Pflasterstreifen und Fäden verbleiben für eine Woche, im Anschluss ist Make-up und der allmähliche Beginn mit körperlicher Aktivität wieder möglich. Nach spätestens zwei Wochen erkennt das Umfeld in den allermeisten Fällen nicht mehr, dass ein Eingriff stattgefunden hat. Die natürliche Narbenheilung und Schwellungen vor allem morgens bemerkt der Patient selber aber noch etwas länger.

Hängelid (Ptosis)

Die meisten Patienten stellen sich für eine Oberlid-OP vor, weil sich ein Hautüberschuss am Oberlid gebildet hat, der die sichtbare Lidhaut, auf der man vielleicht gerne Lidschatten auftragen will, verdeckt. Es ist aber gar nicht so selten, dass dem genauen Beobachter auch ein Tiefstand der Lidkante, also ein Hängelid oder auch Ptose genannt, auffällt. Hierbei steht die Oberlidkante tiefer als normal, häufig einseitig aber auch beidseits ist möglich. Bei Einseitigkeit fällt manchmal die Asymmetrie auf. Ein Auge (also die Lidöffnung) ist kleiner, manche bezeichnen es auch als Schlafzimmerblick. Die Ptose besteht unabhängig vom Hautüberschuss. Sie kann angeboren sein, Folge anderer Erkrankungen oder im Laufe des Lebens entstehen und zunehmen. Vom Patienten wird sie oft erst bemerkt, wenn die Lidkante so tief steht, dass sie vor der Pupille hängt und damit das Gesichtsfeld einengt. Verursacht wird das Hängelid durch eine Schwäche des Lidhebersystems. Wichtig zu verstehen ist für die Patienten, dass sich das Vorliegen eines Hängelides auch auf das Aussehen des Oberlides auswirkt. Dieses erscheint häufig leerer, es besteht eine sehr hohe oder gar keine Lidfalte. Im Rahmen einer Lidstraffungsoperation lässt sich der Lidheber sehr häufig mit korrigieren. In vielen Fällen lässt sich ein symmetrisches Ergebnis ohne Korrektur einer einseitigen Lidheberschwäche nicht erreichen. Es ist daher wichtig, dass Ihr Arzt dies erkennt und mit Ihnen darüber spricht.

Unterlidstraffung (Unterlid-Blepharoplastik)

Bei der Straffung des Unterlids werden Tränensäcke und faltige Unterlider beseitigt. Damit lassen sich auch dunkle Schatten unter den Augen oder erschlaffte Unterlidkanten korrigieren. Der Effekt ist oft ein erstaunlich positiver. Das ganze Gesicht wirkt wacher, fitter und optimistischer.

Die Unterlidstraffung ist anspruchsvoller als die Oberlidkorrektur, da das Unterlid in seiner Spannung, die es gegen die Schwerkraft in seiner Position hält, nicht beeinträchtigt werden darf. Trotzdem kann man gut beide Verfahren in einer Operation kombinieren.

Die verschiedenen Symptome, die beim einzelnen Patienten im Vordergrund stehen, können ganz unterschiedlich sein und sind zahlreicher als am Oberlid. Daher sind je nach Ausgangslage auch ganz verschiedene Vorgehensweisen möglich.

Auch eine Oberflächenbehandlung durch Laser oder Peeling ist gelegentlich eine Option oder ergänzend sinnvoll.

Das Unterlid ist häufig länger geschwollen. Soziale Verpflichtungen sollen sie besser für zwei bis drei Wochen nicht einplanen. Pflaster und Fäden (beim Schnitt unter den Wimpern) bestehen für eine Woche. Auch am Unterlid bemerkt der Patient auch über diesen Zeitraum hinaus, dass Narben noch gerötet und etwas härter ist. Eventuell besteht auch eine gewisse Überkorrektur der Lidspannung, welche innerhalb von einigen Wochen nachlässt.

Unterlidstraffung mit Zugang von innen über die Bindehaut (transconjunktivale Unterlidblepharoplastik)

Wenn Tränensäcke im Vordergrund stehen, also nach aussen konvexe Vorwölbungen unterhalb der Wimpern, oft mit darunter befindlicher Tränenrinne, ist die Unterlidstraffung über einen Schnitt in der Bindehaut, also an der Innenseite des Unterlides sinnvoll.

Die Patienten beschweren sich klassischerweise über dunkle Schatten unter den Augen, die müde und abgeschlagen aussehen lassen und die sich mit Make-up nicht verbessern lassen. Licht von oben (Selfies) verschlechtert den Befund. Diese Beschwerden sind häufig familiär bedingt und können schon in jüngeren Jahren störend auffallen. Im Laufe der Jahre nehmen sie zu.

Da der Schnitt in der Bindehaut durchgeführt wird, sind später keine Narben vorhanden. Die vorwölbende Tränensäcke und die damit entstehenden Schatten werden durch Fettgewebe verursacht, welches sich aus der Augenhöhle von vorne drückt. Da es durch eine Scheidewand jedoch abgeschlossen ist, entsteht die Vorwölbung mit darunter bestehender Grenze und Vertiefung. Ein Absinken der Wangenweichteile mit zunehmendem Alter verstärkt diesen Effekt. Durch Entnahme oder gezielte Umverteilung des Fettgewebes kann hier die gewünschte Korrektur mit glattem Übergang des Lides zur Wange erzielt werden. Gelegentlich kann eine Eigenfetttherapie in Kombination durchgeführt werden.

Überschüssige Haut kann jedoch mit dieser Schnitttechnik nicht entfernt werden. Hierfür wird die Unterlidstraffung mit Schnitt unterhalb der Wimpern durchgeführt.

Unterlidstraffung mit Schnitt am Wimpernrand (subciliare Unterlidblepharoplastik)

Bei Hautüberschuss am Unterlid oder hartnäckigen Schwellungen unterhalb des Unterlides ist die Unterlidstraffung mit Schnitt am Wimpernrand die richtige Methode.

Der Schnitt wird direkt unter den Wimpern geführt und wird bis in eine der seitlichen Lächelfalten verlängert. Auch hier wird die Narbe nach vollständiger Abheilung ein sehr feiner Strich. Wichtig ist jedoch, dass das Unterlid in seiner Stabilität nicht gefährdet wird und daher wird meinst eine Aufhängung seitlich am Augenhöhlenrand durchgeführt. Mit dieser Technik lässt sich dann auch gut das Gewebe bis zu Wange aufstraffen und glätten. Hiermit wird auch ein harmonischer Übergang zum Gesicht hergestellt. Tränensäcke lassen sich mit dieser Technik ebenso korrigieren. Bei Problemen mit der Spannung des Unterlids (Tiefstand, Exktropium) kann die Lidkante neu aufgehängt, umverlagert oder gekürzt werden.

Korrektur mit Filler, Eigenfett und Plasmalifting (Eigenblut)

Eine Unterlidstraffung empfehlen wir immer dann, wenn es sich auch wirklich lohnt. Da der Eingriff schon einige Wochen zur Ausheilung benötigt, sind bei nur milden Beschwerden eventuell alternative Lösungen anzudenken:

Bei einer umschriebenen Tränenrinne, die ebenfalls einen Schatten am Unterlid erzeugen kann und einen müden und unfitten Ausdruck hinterlässt, kann auch eine reine Füllung dieser Rinne erfolgen. Dies lässt sich mit Hyaluronsäure oder auch mit Eigenfett durchführen. Eigenfett ist für die Behandlung um die Augen herum eigentlich das bessere Material, weil es die richtige Farbe besitzt. Es muss aber von einer anderen Körperstelle gewonnen werden. Bei Fillern muss dem Patienten klar sein, dass eine erzielte Füllung sich nicht mit dem Schwellungszustand der Augen ändert, sondern immer gleich vorliegt. Eventuell ist bei müden Augen also beispielsweise die Füllung zu wenig.

Bei nur kleinen Fältchen oder auch dunklen Schattierungen ist eine Therapie mit Plasma eine Möglichkeit. Hier wird eigenes Blut entnommen und das enthaltene Plasma nach Abtrennung eingespritzt. Damit verpflanzt man die Wachstumsfaktoren und Regenerationspotenz unseres Blutes, welche über Wochen bis Monate zu einer zunehmenden Regeneration und Verbesserung des Gewebes führt.

Die genannten Möglichkeiten werden meist ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt und sind meist in einigen Tagen soweit abgeheilt, sodass das Umfeld nicht davon bemerkt.

Korrektureingriffe der Lider

Obwohl gerade die Oberlidstraffung bei vielen als relativ einfacher Eingriff gilt, gibt es doch gerade bei Kollegen, die sich in diesem Bereich spezialisiert haben, immer wieder Patienten, die sich mit unbefriedigenden Ergebnissen nach derartigen OPs vorstellen. Häufige Probleme nach Oberlidoperationen sind ein vor allem aussen noch zu ausgeprägter Hautüberschuss, eine auffällige Asymmetrie, eine hängende Lidkante, die nicht korrigiert wurde oder eine zu tief stehende und nicht behandelte Augenbraue.

Unterlidoperationen sind grundsätzlich etwas aufwendiger als Operationen am Oberlid. Nach unserer Philosophie sollte dieser Eingriff daher mit besonderer Sorgfalt durchgeführt werden. In gewissen Fällen raten wir auch von einer Unterlidoperation ab und empfehlen Ihnen beispielsweise ein nicht-operatives Vorgehen wie eine Eigenfetttherapie oder Plasmalifting. Lassen Sie sich stets genau über alle möglichen Verfahren und das damit mögliche Ergebnis aufklären. So lässt sich bestmöglich verhindern, dass ein unbefriedigendes Ergebnis entsteht, welches durch einen Tiefstand oder nicht Anliegen der Unterlidkante, Tränenlaufen oder ein unnatürliche Form des Auges kennzeichnen kann. Die Korrektur dieser Deformitäten ist möglich, aber es ist hier jeweils ein sehr individuelles und zum Teil aufwendiges Verfahren notwendig. Gerne stehen wir Ihnen als Ansprechpartner bei derartigen Problemen zur Verfügung.